Archiv für die Kategorie „Presse“

Fluch der Karibik

[lang_de]

Flucht in die Karibik mit dem Segelkatamaran Cleos Angel

Auf der Suche nach einem einzigartigen und außergewöhnlichen Kitesurferlebnis sind die beiden Kitecity-Trainer und Kite-Fahrtechnik/Test-Experten Jörn Kappenstein und Michael Vogel mit einem WDR Fernseh- und Radioteam zu einem Törn auf einem Hochseekatamaran Cleos Angel in die Karibik aufgebrochen. Der erfahrene deutsche Kapitän Frank Junkereit mit seiner Partnerin Claudia Retsch nahm sie mit auf einen Trip in die Gewässer der zu den Kleinen Antillen gehörenden Inselstaaten Grenada und St. Vincent & Grenadinen.

Wir sind erst spät auf Grenada gelandet und direkt nach dem Abendessen und den obligatorischen Welcome-Cocktails auf Cleos Angel in Richtung Carriacou losgesegelt . „Ihr werdet im Paradies aufwachen“, hatte Frank uns noch vor dem Schlafengehen versprochen.

Noch etwas schlaftrunken kitzeln mich die ersten Sonnenstrahlen, die durch den kleinen Spalt der halboffenen Deckluke dringen. „Look for the bare necessities, the simple bare necessities, forget about your worries and your strife…”. Das Lied von Balu, dem Bären aus dem Dschungel-Buch, nehme ich erst leise und dann immer intensiver wahr. Ich öffne die Luke und wage einen ersten Blick:

Vor uns liegt Sandy Island, ein kleiner länglicher unscheinbarer Sandhaufen mit Palmen mitten in der Karibik. Frank hatte Recht behalten. Und die Guten-Morgen-Hymne, die Seele von Cleos Angel, wie Frank von seinem Boot zu sagen pflegte, unterstrich diese beeindruckende Gefühlslage musikalisch in einer unbeschreiblich treffenden Art und Weise.

Sideshore Wind, konstante 16 Knoten, Flachwasser: eine unverfängliche Einladung zum Spielen.

Schnell packen Michi und ich die Boardbags ins Beiboot und starten in ein unvergessliches morgendliches Kitevergnügen. Schon allein, weil die aufgehende Sonne das Wasser um uns herum in eine brillant schimmernde Bühne verwandelte, die eine gewisse Art von Magie ausstrahlte und unsere Session förmlich inspirierte.

Der Wind sollte sich den ganzen Tag nicht ändern und uns abends glücklich und erschöpft einschlafen lassen.

Mit vollem Wind in den Segeln und unter Begleitung von einer Delphinfamilie ging es dann in kurzer Zeit von Sandy Island nach Mayreau, unserer ersten Station im Inselstaat St. Vincent & Grenadinen. In der Salt Whistle Bay gehen wir vor Anker.

Karibik pur mit perfektem Kitespot. „Klein-Coche“ tauften wir die Bucht nach den ersten Eindrücken: Ablandiger Wind, absolut flaches und glasklares Wasser sowie ein mit Palmen gesäumter Sandstrand aus dem Bilderbuch. Ein Platz zum Träumen.

Nur 30 Meter etwa trennen die auflandige Seite der spiegelbildlich gegenüberliegenden Bucht. Rhodos‘ Prasonissi im karibischen Ambiente. Die windzugewandte Seite besticht durch einen langen Naturstrand, deutlich mehr Platz und Wellen an einem vorgelagerten Riff.

Ein wirklich abwechslungsreicher Spot an einem ansonsten einsamen Ort.

Wellen an einem vorgelagerten Riff können wir auch auf Mustique, der exklusiven Promi Insel mit Ferienhäusern von u.a. Mick Jagger, Celine Dion und dem englischen Königshaus, abreiten. Etwa 250 m vom Ufer entfernt bauen sich Wellen bis zu 3 Metern auf. Ausgangsort dafür ist die touristisch perfekt angelegte Marconi Bay. Leider brach sich unser WDR Radio-Reporter beim Wellenreiten sein Schlüsselbein und konnte fortan nur noch einarmig Interviews führen.

Als wir schon der Meinung waren, dass unsere bisherigen Impressionen kaum noch zu übertreffen sind, folgt noch ein ganz besonderer Höhepunkt: die Inselwelt der Tobago Keys. Die fünf sogenannten Perlen der Karibik liegen im Inneren des Horseshoereefs und erinnern ein wenig an Galapagos: Vor allem die Tiere der Unterwasserwelt scheinen kaum Berührungsängste zu kennen.

Mit Schildkröten und Rochen oder manchmal auch Haien tauchen ist hier genauso normal wie das Füttern von Fischen aus der Hand beim Schnorcheln.
Mit Mr. Quality, der mit seinen goldenen und diamantbesetzten Zähnen wie aus einem skurrilen Hollywoodstreifen wirkt, begeben wir uns auf die Spuren von Captain Jack Sparrows in „Fluch der Karibik“. Mit seinem Boot manövrierte er uns sicher zum Außenriff und von dort durch das nächste Inselriff direkt an den Strand von Petit Tobaque, an dem Sparrow ausgesetzt wurde. Trotz schwächelnden Windes beschließen wir hier zu Kiten.

Es gibt nur eine Einstiegsstelle in Luv und eine einzige Ausstiegsstelle in Lee der kleinen Bucht. Die messerscharfen Korallen nur wenige Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche waren ein schneidendes Argument, die Ausstiegsstelle nicht zu verpassen.

Der Drang, vor der Kulisse der Tobago Keys zu Kiten, war schließlich größer als die Angst vor dem weiter abnehmenden Wind. Wir nutzen unsere Chance und kommen noch zu einer kurzen aber schönen Soulsession.

Für Michi und mich war schnell klar, dass trotz unserer vielen Reisen in alle Teile der Welt und an die verschiedensten Kitespots dieser Erde, dieser Trip ein ganz besonderer war. Nicht nur weil viele Spots ausschließlich per Boot erreichbar waren, sondern auch aufgrund ihrer beeindruckenden Kulissen und Farben: Bilder und Orte die uns wie aus dem Katalog erschienen und dem Traum von Karibik mit schneeweißen, endlosen Palmenstränden, einem strahlend blauen Himmel, unvergesslichen Sonnenuntergängen und einem Wasser, welches in allen erdenklichen Türkis- und Blautönen schimmerte.

Frank bescherte uns mit seiner Frau Claudia ein außergewöhnlich freundliches und zuvorkommendes Ambiente mit hervorragendem Essen, leckeren Cocktails und außergewöhnlichen Service.

Beim Reisen mit dem schwimmenden Luxus-Hotel bleibt somit seetauglichen und erlenissuchenden Weltendeckern kein Wunsch offen.

Gut zu wissen

Grenada

Die Gewürzinsel Grenada, mit einem der wohl schönsten Karibikhäfen, und die beiden kleinen Inseln Carriacou und Petite Martinique liegen am Ende der ostkaribischen Inseln. Grenada ist die südlichste der sogenannten Windward-Inseln der kleinen Antillen und liegt ca. 160 km nördlich von Venezuela.

Auf dem fruchtbaren Vulkanboden wachsen u.a. Zimt, Kakao, Bananen, Nelken, Lorbeer und Ingwer. Wichtigster Exportartikel ist die Muskatnuss.

St. Vincent & Grenadinen

Die Inselwelt der Grendadinen erstrecken sich nördlich von Grenada und umfassen 32 teilweise unbewohnte Inseln, die wohl zweifellos zu den schönsten Plätzen unserer Erde zählen.

Bequia, Mustique, Canouan, Mayreau, Union Island und die Tobago Keys sind die bekanntesten Inseln.

Wind

Die Karibik hat das ganze Jahr über beständig wehende Passatwinde. Von November bis Januar weht der Wind meistens mit 15-20 Knoten aus Nordosten, im Juni mit 10-15 Knoten aus Süden. Zwischen Juli und Oktober kann es durchaus kurzfristige Windänderungen zwischen Nordost und Südost geben, zudem muss man mit kurzen aber heftigen tropischen Schauern rechnen.

Papiere

Reisepass muss mindestens noch 6 Monate gültig sein. Touristenvisum gilt für 4 Wochen.

Geld

Die Währung ist der EC$ (East Carribean Dollar), der an den US$ angebunden ist.

Anreise

Flug nach Grenada mit Condor einmal wöchentlich direkt von Frankfurt.

Katamaran ‚Cleos Angel‘

Cleos Angel ist ein Luxus-Katamaran mit allen Zulassungen für die Hochsee: Ca. 15 Meter lang und kanppe 8 Meter breit. 4 Kabinen mit jeweils eigener Dusche und WC. Jede Kabine verfügt über Klimaanlage. Geräumiger Salon und Achterdeck. 2 großzügige Trampolins am Bug mit Liegefläche.

Beiboot mit 25 PS. Kneeboard und Schnorchelausrüstung an Board.

Sail-and Kitecharter

Web:

www.cleos-charter.de/

www.kitecity.de/coche-exclusiv.html

Email:

cleosangel@lifetime-sport.com
info@kitecity.de

Voraussichtliche Sendetermine für die Berichte im WDR Fernsehen und WDR Radio sind für den November geplant. Sie werden frühzeitig auf der Internetseite des Kitemagazins veröffentlicht.

Interview mit Kitecity-Trainer Jörn Kappenstein

KITE:

Segeln und Kiten in der Karibik hört sich nach einem Ausflug mit dem „Club der Millionäre“ an?

Jörn:

Ja, tatsächlich, es hört sich nach etwas Besonderem an. Und es ist ganz definitiv auch etwas Besonderes. Allein schon deshalb, weil man nirgendswo anders den Elementen Wasser und Wind so nah ist und sich so frei auf und mit ihnen bewegen kann.

Das es nicht unbedingt ein Millionärsausflug sein muss beweist die Tatsache, dass wir mit Kitecity eine Sail- & Kitetour im November/Dezember zu angemessenen Preisen veranstalten.

K:

Eine Woche auf einem Boot : da muss man sich schon mögen?

J:

Das ist von Vorteil. Allerdings schwimmen viele der Kitecity-Kunden und Kiter auf der gleichen Wellenlänge, so dass dieses Risiko minimal ist. Zudem ist der Hochsee-Katamaran Cleos Angel mit seinen 15 Metern Länge und 8 Metern Breite groß genug, dass jeder auch mal ein stilles Plätzchen für sich findet.

K:

… in der Kabine?

J:

Nein, schon an Deck. Jedoch bieten natürlich auch die großzügigen Kabinen mit jeweils eigenen Duschen und WC eine eigene Oase. Selbstverständlich ist es da schöner sich die Kabine mit dem Partner/Partnerin oder Freund/Freundin zu teilen.

K:

Ist Seekrankheit ein Thema?

J:

Der Katamaran liegt wesentlich ruhiger im Wasser als ein Einrumpfboot. Allerdings bei entsprechendem Seegang kann es da schon den einen oder anderen treffen. An Board von Cleos Angel gibt es aber Pillen, die relativ schnell wirken.

K:

Welches Level müssen die Leute mitbringen, wenn sie das Kitecity-Event auf dem Katamaran mitmachen wollen?

J:

Sie sollten mindestens in der Lage sein sicher Höhezulaufen.

Natürlich gibt es für Notfälle ein Rettungsboot.

K:

Wieviel Stunden segelt ihr an einem Tag?

J:

Soviel wie nötig und sowenig wie möglich. Im Vergleich zu unserer Testfahrt durch die Grenadinen haben wir uns bei dem Kitecity-Trip auf 3 Inseln beschränkt, so dass wir ca. 1,5 Tage Kiteaufenthalt pro Insel haben. Das Kiten soll natürlich stark im Vordergrund stehen.

[/lang_de]