Cartagena in Kolumbien
Der Name Cartagena stammt von der spanischen Stadt Cartagena. Um diese beiden Städte nicht miteinander zu vertauschen hat unser Cartagena in Kolumbien den Zusatz Indias erhalten.
Also Cartagena de Indias.
Die Stadt wurde im Jahre 1533 von Pedro de Hereida gegründet. In der Geschichte gilt Cartagena als erste spanische Stadtgründung von Südamerika. Die Stadt entwickelte sich sehr schnell und wurde bereits 1585 durch Sir Francis Drake überfallen und fast komplett zerstört. Daraufhin fingen die Bewohner an die Stadt mit einem gigantischen Festungswall zu umbauen. Der Mauerbau soll ca. 190 Jahre angedauert haben. Desweiteren ist in einer der Hafeneinfahrten eine Mauer im Wasser errichtet worden Die Mauer befindet sich unsichtbar ca. 1 m unter der Wasseroberfläche und ließ somit erst gar keine angreifenden Schiffe passieren. Diese Wehranlagen und auch die Unterwassermauer sind noch vorhanden. 1697 wurde die Stadt erneut von den Piraten überfallen.
1610 wurde die Kirche mit der Inquisition in Cartagena unterstützt. Den Palast der Inquisition kann man heute noch besichtigen. Im Museum der Inquisition sind originale Folterinstrumente ausgestellt. Ja, die Kirche war noch nie zimperlich. Die Auswirkungen dieser Erziehung findet man immer noch selbst bei den jungen Leuten.
Im Jahre 1740 versuchte der englischer Admiral Edward Vernon die Stadt, mit 186 Schiffen und 30000 Männern, zu erobern. Musste jedoch nach 3 Monaten aufgeben da seine Mannschaft von Gelbfiber und Malaria zermürbt wurde. Seit dem galt Cartagena als uneinnehmbare Festungsstadt. Obwohl alle weiteren in den Jahren bis 1742 unternommenen Angriffe des britischen Expeditionskorps auf spanische Stützpunkte in der Karibik fehlschlugen, verstand es Vernon durch eine geschickte Informationspolitik, seinen Ruhm als britischer Nationalheld zu festigen.
Im November 1811 erklärte der Befreier Südamerikas, Simon Bolivar, unter dem Eindruck der französischen Revolution und der napoleonischen Besatzung des Mutterlandes die Unabhängigkeit auch für Cartagena und das Ende der Inquisition. Doch die Spanier wollten ihre Kolonien nicht so widerspruchslos ziehen lassen: Im Dezember 1815, nach dem Abzug der napoleonischen Truppen aus Spanien und der Wiederherstellung der spanischen Monarchie, eroberten spanische Verbände unter Pablo Morillo die Kolonie zurück. Erst nach der Schlacht von Boyacá 1821 und weiteren Zusammenstößen im Frühjahr 1822 erlangte Cartagena gemeinsam mit der Kolonie die international anerkannte Unabhängigkeit vom spanischen Mutterland. Simon Bolivar war der Unabhängigkeitskämpfer und ist Nationalheld vieler südamerikanischer Länder. Er führte die südamerikanische Unabhängikeitsbewegung gegen die spanischen Kolonialherren in den heutigen südamerikanischen StaatenVenezuela, Kolumbien,Panama, Ecudor, Peru und Bolivien an.
Wer mit Cleos Charter reist macht eine sehr schöne und interessante Stadtbesichtigung.
Cartagena de Indias ist keine kleine Stadt. Es handel t sich um eine Millionenstadt. Ja, es leben derzeit etwas über eine Million Menschen hier.
Das alte Stadtzentrum ist komplett mit einer 11 km langen Wehranlage umgeben. In dieser wunderschön erhaltenen Altstadt, die 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, befinden sich die Kathedrale und viele Paläste im andalusischen Stil. In den letzten Jahren sind sehr viel Paläste von bekannten Größen aus Show und Big Business gekauft und als Luxusvillen hergerichtet worden.
Kolumbien ist nicht mehr die gefährliche Gegend wo nur die Militärs sich bekämpfen. Es ist sicher, freundlich und die zukünftige Hochburg der High Society.
Die Stadt hat sich als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas behauptet. Cartagena ist die Stadt mit den meistenTouristen und nicht zuletzt wegen der geografischen Lage die sicherste und bestbewachte Stadt in Kolumbien.
Das karibische Nachtleben in Cartagena de las Indias ist legendär, eine touristische Spezialität ist „rumba en chiva“, eine Party im Bus. Die meisten Diskotheken befinden sich in der Calle Arsenal, Getsemaní. Kleinere Clubs und Restaurants befinden sich im Historischen Zentrum der Stadt.

